Branche
Verwaltung, öffentl. Diensleistungen
Geschlecht
weiblich
Rechtliche Grundlage
Gleichstellungsgesetz
Rechtliche Schlüsselwörter
Lohngleichheit
Arbeitsverhältnis
öffentlich-rechtlich
Entscheide
1 Entscheid 1999
Rechtskraft
ja
Bern Fall 14

Lohngleichheit für Verwaltungsangestellte

Kurzzusammenfassung

Eine Verwaltungsangestellte verlangt die Feststellung einer Lohndiskriminierung, weil sie trotz Beförderung zur Gruppenleiterin nicht gleich viel verdiene wie ihr Kollege mit derselben Arbeit (Gleichstellungsgesetz Art. 3). Die Schlichtungskommission stellt fest, dass in einem bestimmten Zeitraum für die gleiche Arbeit nicht der gleiche Lohn bezahlt wurde und schlägt vor, der Klägerin einen Ausgleichsbetrag zu bezahlen. Die Arbeitgeberin stimmt dem Vorschlag nicht zu.

Verfahrensgeschichte

21.02.1999
Die Schlichtungskommission stellt Nichteinigung fest
Die Gruppenleiterin fordert die Feststellung und Nachzahlung einer diskriminierenden Lohndifferenz. Seit ihrer Beförderung vor rund einem halben Jahr erhalte sie für dieselbe Arbeit weniger Lohn als der ihr unterstellte Arbeitskollege. Die Arbeitgeberin begründet, die Lohndifferenz sei eine Folge eines neu eingeführten Lohnsystems.

Die Schlichtungskommission schlägt einen Vergleich vor. Für vier Monate soll die Klägerin einen Ausgleichsbetrag von 1'700 Franken für die ungerechtfertigte Lohndifferenz erhalten. Sie ist mit dem Vergleich einverstanden. Doch die Arbeitgeberin stimmt nicht zu.

Die Schlichtungskommission stellt Nichteinigung fest. Die Klägerin zieht die Klage weiter, zieht sie jedoch nach einem Jahr zurück.

Schlichtungskommission gegen Diskriminierungen im Erwerbsleben SDKE 19/1998; Angaben der Klägerin