Branche
Verarbeitendes Gewerbe, Industrie
Geschlecht
weiblich
Rechtliche Grundlage
Gleichstellungsgesetz
Rechtliche Schlüsselwörter
Lohngleichheit
Arbeitsverhältnis
privat-rechtlich
Entscheide
1 Entscheid 1999
Rechtskraft
ja
Obwalden Fall 3

Lohngleichheit für kaufmännische Angestellte

Kurzzusammenfassung

Eine kaufmännische Angestellte in einem Industriebetrieb wendet sich ans Einigungsamt, weil sie viel weniger verdiene als ihr Kollege im selben Arbeitsbereich. Sie fordert eine rückwirkende Auszahlung der Lohndifferenz für vier Jahre (Gleichstellungsgesetz Art. 3). Ihr Arbeitgeber begründet den höheren Lohn des Kollegen mit mehr Verantwortung und Unterschieden bei der Aufgabenzuteilung. Er lehnt einen Vergleich ab.

Verfahrensgeschichte

02.09.1999
Das Einigungsamt stellt Nichteinigung fest
Die kaufmännische Angestellte wendet sich nach der Kündigung ans Einigungsamt. Sie verlangt, von einem Anwalt vertreten, für die Anstellungszeit von rund vier Jahren eine Nachzahlung der Lohndifferenz von insgesamt 59’000 Franken.

Der Arbeitgeber stellt sich auf den Standpunkt, dass die Lohndifferenz sachlich gerechtfertigt sei. Er lehnt einen Vergleich ab und hält fest, dass er zu keinem Kompromiss bereit sei.

Das Einigungsamt muss Nichteinigung feststellen.

Kantonales Einigungsamt, 1999