Branche
Verarbeitendes Gewerbe, Industrie
Geschlecht
weiblich
Rechtliche Grundlage
Gleichstellungsgesetz
Rechtliche Schlüsselwörter
Lohngleichheit
Arbeitsverhältnis
privat-rechtlich
Entscheide
1 Entscheid 1998
Rechtskraft
ja
St. Gallen Fall 7

Diskriminierende Lohnabzüge für Industrieangestellte

Kurzzusammenfassung

Eine kaufmännische Angestellte wendet sich an die Schlichtungsstelle wegen ungleicher Lohnabzüge (Gleichstellungsgesetz Art. 3) für die Krankenversicherung. Sie fordert, dass die Firma die höheren Lohnabzüge für Frauen zurückzahlen soll. Bei der Schlichtungsstelle können sich die Parteien nicht einigen. Die Frau klagt beim Arbeitsgericht. Weil der Arbeitgeber darauf die Differenz der Mehrabzüge von 1'000 Franken «ohne Anerkennung einer Rechtspflicht» nachzahlt, schreibt das Gericht die Klage ab.

Verfahrensgeschichte

04.08.1998
Die Schlichtungsstelle stellt Nichteinigung fest
Die kaufmännische Angestellte klagt gegen den Arbeitgeber wegen Diskriminierung, weil er bei den Frauen höhere Abzüge für die Krankenversicherung verrechnet. Sie fordert eine rückwirkende Auszahlung der Differenz von 1'000 Franken.

Die Schlichtungsstelle kann keine Einigung erzielen und stellt einen Weisungsschein für das Gericht aus.

Die Schlichtungsstelle stellt Nichteinigung fest. Danach bezahlt der Arbeitgeber den Differenzbetrag von 1'000 Franken «ohne Anerkennung einer Rechtspflicht».

Schlichtungsstelle für Klagen nach dem Gleichstellungsgesetz, 1998/1